Strände, Sümpfe, Schlemmereien – entlang der Ostküste von Virginia nach Kentucky (mit einem kleinen Abstecher nach Florida)

Strände, Sümpfe, Schlemmereien – entlang der Ostküste von Virginia nach Kentucky (mit einem kleinen Abstecher nach Florida)

 

Virginias Ostküste und die Outer Banks

Am nächsten Tag unterqueren wir via Tunnel die Mündung des James River und begeben uns an die Atlantikküste, der wir die nächsten zweieinhalb Wochen folgen werden. Auf dem Festland und den vorgelagerten Inseln geht es dabei von Virginia Beach in Virgina über North Carolina nach South Carolina. Unser Ziel ist Hal’s Chophouse in Charlotte, wo es uns das letzte Mal so gut geschmeckt hatte.

Nach den letzten Cracker Barrel-Übernachtungen leisten wir uns mit dem First Landing SP bei Virginia Beach wieder einmal drei Nächte auf einem „richtigen“ Campground mit Elektrisch, Wasser und heissen Duschen – herrlich! Der Preis ist mit 51.- $/Nacht sportlich, aber das scheint das Preisniveau in dieser Gegend zu sein. Ausserdem handelt es sich offenbar um einen der beliebtesten Parks. Wir haben Glück, überhaupt einen Platz zu bekommen und müssen für die beiden anderen Nächte auf eine andere Site umziehen.
Der Strand und die vielen Kilometer langen Trails durch Küstenwald, Zypressensümpfe und entlang des Long Creek/Broad Bay (ich laufe an einem Tag 17 km) lohnen – neben der Dusche – den Preis für den Aufenthalt.

 

In Chesapeake füllen wir unsere Vorräte auf und dann geht es auf dem von Sümpfen und Entwässerungskanälen durchzogenen Festland zur Wright Memorial Bridge (mangels sinnvoller Alternativen fahren wir den Chesapeake Expressway, wo wir für rund 25 km / 15.7 mi vier Dollar loswerden…). Die Brücke verbindet das Festland mit den Outer Banks, einer schmalen, rund 280 Kilometer langen Inselkette, die uns eher wie Sandbänke erscheinen. Die Inseln sind sehr karg und teils so schmal (stellenweise weniger als 200 Meter), dass die North Carolina 12 als Causeway oder via Fähre geführt werden muss. Die Häuser stehen alle auf Stelzen und deren Besitzer müssen bei jedem Sturm damit rechnen, dass sie weggeschwemmt (oder -geblasen) werden. Kleine, windgebeugte Bäume und Büsche gibt es sporadisch im Westteil der Inseln, aber nur, wenn es genügend hohe Sanddünen hat, und ihre Spitzen sind alle gleich hoch wie die entsprechende Düne. 

Nicht umsonst haben die Gebrüder Wright ihre Flugversuche am Strand von Kill Devil Hills auf Bodie Island gemacht. Wir haben zeitlich Glück und kommen gerade noch rechtzeitig zum Wright Brothers National Memorial in Kitty Hawk. Im Museum erfahren wir viel Lehrreiches über Aerodynamik, die Geschichte der Brüder Wright und die Pionierzeit des (motorisierten) Fliegens und können einen Nachbau des ersten Motorflugzeugs bewundern. Im Aussengelände kann man die «Flugpiste» mit Distanzmarkern, das grosse Memorial sowie eine lebensgrosse, mehrfigurige Bronzeskulptur bewundern, die den erfolgreichen Versuch nach einem Foto realitätsnah abbildet.

 

 

Über recreation.gov haben wir insgesamt 5 Übernachtungen auf dem Cape Point Campground auf Hatteras Island bzw. dem Okracoake Campground auf der gleichnamigen Insel vorgebucht. Beide Plätze liegen auf dem Gebiet der zum Nationalpark-System gehörigen Cape Hatteras National Seashore, die einen 110 Kilometer langen Abschnitt der Inselkette, inklusive historischer Gebäude schützt.

Am Abend richten wir uns für die ersten drei Nächte auf dem riesigen, aber fast leeren Cape Hatteras Campground ein. Er liegt sehr tief und heftige Regenfälle haben einen regelrechten See daraus gemacht. Zum Glück hat Ozy hat online eine der wenigen „Inseln“ erwischt; auch wenn der Weg zum WC wieder mal ohne «Badeschuhe» nicht zu bewältigen ist, können wir wenigstens trockenen Fusses aus- und wieder einsteigen… 
Cape Hatteras markiert mit einer Entfernung von rund 50 km vom Festland den exponiertesten Punkt der Outer Banks. Am Cape Point treffen Labrador- und Golfstrom aufeinander, was für wilde Wellen und einen grossen Fischreichtum sorgt. Ich denke, es hat hier immer viele Fischer, aber wegen eines Angelwettbewerbs gerät der Strandspaziergang nun buchstäblich zum Spiessrutenlauf… 🤪

Auf der Weiterfahrt besuchen wir natürlich das berühmte Cape Hatteras Light, einen «der schönsten und berühmtesten» Leuchttürme. Er wurde zwischen 1868 und 1870 errichtet und ist mit einer Höhe von 60 m / 198 ft der höchste aus Ziegeln gebaute Leuchtturm in der USA und der zweithöchste der Welt. Wegen Renovation könnten wir das Innere leider nicht besichtigen, aber es gibt ein kleines Museum in den Leuchtturmwärter-Häuschen, wo neben der «normalen» Geschichte auch viel über den Umzug des Leuchtturms berichtet wird – die Inseln sind ständig im Wandel und der ganze Turm wurde 1999 im Ganzen, d.h. inkl. der Basis um 880 m / 2,900 ft weiter Inland verschoben.

Anschliessend gehe ich einen kurzen Trail durch den Küstenwald und dann geht es schon zur Fähre. Die 70-minütige Fährfahrt zur Nachbarinsel Ocracoke ist abenteuerlich, da die Bucht so flach ist. Die Fähre rauscht buchstäblich im Slalom um die Sandbänke und Untiefen, während die von den Gezeitenströmen verursachten Wellen in alle Richtungen zu gehen scheinen!

Auf bzw. bei Ocracoke fand 1718 Captain Blackbeards letztes Gefecht statt und die Insel spielt auch in Outlander eine Rolle. Ausserdem ist es bekannt für die «wilden Banker Ponies», die Nachkommen einer verlorenen Schiffsladung Spanischer Mustangs. Allerdings ziehen diese seit dem Bau der Strasse 1959 nicht mehr frei herum, sondern werden in einem grossen Gehege geschützt.
Die nächsten zwei Nächte verbringen wir nun auf dem Ocracoke Campground, der viel voller ist als derjenige auf Hatteras Island. Zum Glück hat Ozy wieder ganz zufällig den D-Loop ausgewählt: Hier gilt Generator-Verbot… 😊Auf dem Campground kommen wir mit einer jungen österreichischen Familie ins Gespräch und treffen Karl und Ulli mit ihren zwei Hunden. Ansonsten gibt es natürlich auch hier einen laaaangen Strand, Wellen und Wind, dazu viele Fliegen und einen Trail voller Moskitos durch den Küstenwald.

Ocracoke markiert das Südende der NC-12 auf den Outer Banks, so dass wir per Fähre wieder aufs Festland müssen. Wir fahren in den gleichnamigen Hauptort, wo wir ein Ticket für die Fähre erstehen (diese ist – im Gegensatz zur anderen nicht gratis, aber mit 15 USD auch nicht teuer). Wir haben noch etwas Zeit und können uns in Ruhe den hübschen Hauptort angucken, in dem das Hauptbewegungsmittel Golfwägelchen sind. Wir besuchen den Leuchtturm, schlendern entlang der malerischen, ungepflasterten Howard Street, stöbern in einem Drachen- und Windspiel-Laden rum und gönnen uns bei SmacNally’s Waterfront Bar & Grill ein Oyster po‘ boy und eine Mango Mimosa zum Mitnehmen, denn nun ist es langsam Zeit zum Auto zurückzukehren. Auf der Fähre treffen wir nochmals Julia und Daniel mit ihrem 18monatigen Mädchen und nach etwas mehr als zwei Stunden haben wir bei Cedar Island wieder das Festland erreicht. Es hat uns sehr gut gefallen auf diesen wilden Inseln und es tut uns fast leid, sie schon wieder zu verlassen. Aber andererseits sind wir auch froh, wieder aus dem Wind und dem Sand heraus zu sein…

 

Auf nach Charleston!

Nachdem wir die Annehmlichkeiten der diversen Campgrounds genossen haben, sind wir wieder beim Parkplatz-Camping angekommen. Für unsere erste Nacht auf dem Festland finden wir bei einer gut besuchten Marina bei Beaufort NC Unterschlupf (nicht sehr ruhig, aber saubere WCs).

Auf dem Weg nach Süden schauen wir uns am nächsten Tag das interessante Fort Macon aus dem 19. Jahrhundert an. Das 1826-34 aus Stein und Backstein erbaute Fort gehört wie das Fort Pulaski bei Savannah, das wir im April 2022 besichtigt hatten, zum «Third System» der Küstenverteidigung, ist aber im Gegensatz dazu ganz anders in die Landschaft eingebettet (spätere Verbesserungen, denke ich). Beim Besuch kommen wir ganz schön ins Schwitzen. Das Thermometer zeigt dann auch 29 °C – ideal, um in einem Hobby Lobby-Laden in rabattierter Weihnachtsdeko zu stöbern… 😉

Die nächsten zwei Nächte stehen wir wieder bei Cracker Barrels in Jacksonville NC bzw. Wilmington NC. Beide Nächte sind so laut und schrecklich (in der zweiten schreien Obdachlose und/oder Betrunkene die ganze Zeit rum), dass wir uns nach Alternativen umsehen.
Wir probieren es wieder einmal mit Hipcamp-Plätzen, aber sogar das stellt sich als schwierig heraus, indem bei dem einen die beworbenen amenities, nicht so sind, wie angegeben, und uns beim anderen der Besitzer absagt, weil er angeblich einen Wasserrohrbruch hat. Am dritten Ort, Livingston Creek Farmers Harvest, Delco NC, klappt es dann endlich. Auch dieser Platz ist nicht ganz so, wie wir es uns vorgestellt haben (recht nahe an der Strasse und die Sanitäranlagen sehen innen aus wie das Haunted Mansion, komplett mit Spinnen und allem), aber die Besitzer sind immerhin sehr freundlich. Sie haben auch einen Fischladen, wo ich ein feines Black Seabass-Filet erstehe, und einen Farmers Market, der nach Aussehen der Produkte definitiv off-season ist… Auch dieser Platz ist mit 50 $ für eine Wiese recht teuer, aber immerhin dürfen wir Strom und Wasser nehmen. Da ich noch Wilmington anschauen möchte, bleiben wir noch für eine zweite Nacht.

Wilmington ist zumindest architektonisch ganz nett, wir beschränken uns angesichts der Parkgebühren (am Wochenende 12 $ pauschal) allerdings auf eine Stadtrundfahrt. Diese gibt uns zumindest einen Eindruck des Riverwalk und des Historic District mit seinen schönen Backstein- und Holzhäusern. Das bei den Parkgebühren gesparte Geld wird dann in Hüftgold verwandelt: Wir essen Zmittag im lokalen The Melting Pot-Restaurant und bestellen dieses Mal das „Big Night Out Dinner for 2“, ein Viergangmenü aus Käsefondue, Salat, Fleischfondue und Schoggifondue. Uiiiiii… Voll!!!

Auf dem Weg nach Charleston fahren wir durch Myrtle Beach, das von Fressmeilen eingerahmt wird und uns den Eindruck eines recht gesichtslosen Touristenorts mit ein paar Hotelhochhäusern am Strand und einigen hübschen (Ferien-)Häusern macht. Hier wird offenbar leidenschaftlich Minigolf gespielt, denn nach 20 Anlagen verlieren wir die Übersicht. Dabei handelt es sich nicht etwas um kleine Plätze mit ein paar Bäumen oder Büschen dazwischen. Oh nein! Auf den Anlagen mit so klingenden Namen wie «Lost Treasure Golf», «Captain Hook’s Adventure Golf» oder «Professor Hacker’s Dinosaur Adventure Golf» gibt es (gefärbte) Wasserfälle, Piratenschiffe, Dinosaurier, Vulkane und noch vieles mehr! Eigentlich hätten wir uns die Zeit nehmen müssen, um mal auf so einer Anlage zu spielen…

Aber wir sind ja auf dem Weg nach Charleston, wo wir wieder 3 Nächte auf dem Overflow-Parking des James Island County Park gebucht haben. Es ist feucht und kalt, sodass wir für die 3. Nacht auf einen elektrischen Platz «upgraden» (72 $…), damit wir zugleich mit der Heizung auch die Klimaanlage ausgiebig laufen lassen können. Zwischendurch scheint am Abend etwas die Sonne und wir können die langen Trails im Park ein bisschen geniessen. Am letzten Abend ubern wir endlich nach Charleston, um in Halls Chophouse essen zu gehen – der Grund für unseren Abstecher so weit in den Süden! Ich wäre gerne noch etwas in der Stadt spazieren gegangen, aber heute Abend ist es besonders kalt und unfreundlich.
Im Resti ist es zum Glück gerade das Gegenteil, auch wenn wir zuerst etwas gucken. Wir hatten gar nicht realisiert, dass heute Abend der 31. Oktober ist! Halloween! Und das Servicepersonal ehrt diesen besonderen Anlass indem es sich speziell angezogen und geschminkt hat (leider habe ich vor lauter Essen verpasst, ein Foto zu machen). Das Essen ist wieder phantastisch! Wir hatten uns so lange auf dieses Essen gefreut, dass wir so richtig zuschlagen: Ozy probiert ein Wet Aged Bone-In Filet und ich esse das erste Mal in meinem Leben ein Dry Aged Ribeye. Beides ist, inklusive die diversen Beilagen einfach nur toll! Wir geniessen diesen Abend in vollen Zügen und Ozy entdeckt an diesem Abend seine Liebe für Dessert-Madeira. Sehr satt und sehr zufrieden lassen wir uns zum Park zurückubern und fallen anschliessend müde in unsere Betten.

 

Ein Besuch bei Freunden und Getriebeärger

Schon einige Zeit hatte sich Ozy ums Getriebe gesorgt, da der Druck zu tief ist und es darum nicht richtig schaltet (besonders doof wegen der Motorbremse). Ausserdem hat der in Alaska letzten Sommer ersetzte neue Turbo auch nie so richtig gut funktioniert…

Da wir ja sozusagen in der Nähe sind, liegt unser nächstes Ziel in Cumming bei Atlanta GA, wo wir unsere lieben Freunde Robin und Robert von Geno’s Garage besuchen wollen. Auf dem Weg dorthin übernachten wir im sehr hübschen und herbstlichen Hard Labor Creek SP (wir haben gerade noch Glück, denn in drei Tagen ist der Park für Jäger reserviert).

In Atlanta kämpfen wir uns durch den wie immer dichten Verkehr und entdecken die Ladenkette Total Wine & More, die ihrem Namen alle Ehre macht… Wir finden einen Obstler und Vinho Verde, Ozy kauft sich gleich eine Flasche Blandy’s Malmsey, ich finde Whisky Sour Bartender’s Mix und dann kommen noch zwei verschiedene Sorten Eggnogg mit für unsere Zeit bei Vicki und Steve. Na dann Prost!
Anschliessend fahren wir zu Geno’s Garage, wo wir uns freuen, Robin und Robert wiederzutreffen. Wir dürfen vor ihrem Büro-/Lagergebäude übernachten (es werden schliesslich 6 Nächte…) und bekommen die Schlüssel für ihren BMW, damit wir bei ihnen zuhause duschen gehen oder einen Ausflug unternehmen können. So lieb! 

Etwas, das weniger erfreulich ist, ist die Sache mit dem Getriebe. Schon in Kanada war Ozy aufgefallen, dass der Druck nicht stimmt. Er bekommt ein Eckchen im Lagerhaus, wo er das Getriebe teilweise auseinandernehmen darf. Leider ist es nicht das, was er vermutet hatte, und wir entscheiden uns, ein neues einzubauen. Scott (Technical Staff/Customer Service) ist dabei eine unschätzbare Hilfe. Er ist unglaublich hilfsbereit und sucht und telefoniert herum. Es ist nicht nur schwierig, ein Getriebe zu bekommen, sondern vor allem auch eine Werkstatt zu finden, die das neue Getriebe innerhalb nützlicher Frist einbauen kann. Schliesslich wird er bei SunCoast Performance fündig. Der kleine Haken: die Firma befindet sich in Walton Beach, Nord-Florida… Es ist aber die einzige Möglichkeit und sie versichern Scott am Telefon sogar, dass sie den Wechsel an einem Tag vornehmen werden, da das ja unser Heim ist.

Bevor wir dorthin fahren, baut Ozy «noch schnell» einen neuen Turbo (diesmal von MAHLE) ein. Er arbeitet dabei auf dem Parkplatz und braucht nur 3 Stunden! Er war mit dem Turbo unzufrieden, seit wir ihn letztes Jahr in Alaska ausgewechselt hatten (damals hatte uns Robin extrem geholfen mit dem Versand). Als er ihn ausbaut, stellt sich heraus, dass er tatsächlich undicht war, d.h. einen Produktionsfehler hatte, und Geno’s nimmt ihn für uns zuhanden des Verkäufers zurück und ersetzt uns den vollen Kaufpreis!
Da er gerade dran ist, tauscht Ozy auch noch den Gaspedal-Geber, den uns Geno’s netterweise schenkt.

Dazwischen gehen wir in lokalen Restaurants essen und auf meinen Wunsch machen wir einen Ausflug ins Road to Tara Museum im südlich von Atlanta gelegenen Jonesboro GA, wo sich alles um «Vom Winde Verweht» dreht. Das nicht sehr grosse Museum im ehemaligen train depot ist ganz nett gemacht, vor allem, wenn man den Film gesehen hat.

Am letzten Abend mixt Robert ein paar sehr feine Drinks für mich (unter anderem einen «Elvis Presley» mit Banenlikör und Peanut Butter Whiskey), die auf leeren Magen eine ziemlich verheerende Wirkung haben… Aber am nächsten Morgen geht es mir zum Glück wieder gut genug, dass wir uns auf den Weg nach Florida machen können.

 

Auf nach Florida!

Scott konnte für uns einen Termin am nächsten Montag organisieren, was uns vier Tage Zeit gibt, ohne Stress ins rund 600 km / 370 mi Fort Walton Beach zu fahren. Auf dem Weg in den Florida Panhandle bleiben wir zwei Nächte im hübschen Florida Caverns SP. Die Bewaldung ist 2018 durch den Hurrikan Michael sehr in Mitleidenschaft gezogen worden, aber die teils farbig beleuchtete Tropfsteinhöhle ist ganz nett (nur mit Tour). Sie wurde in den 1930er Jahren vom Civilian Conservation Corps zugänglich gemacht (d.h. vor allem der Boden abgearbeitet), so dass man sie heute meistens aufrecht angucken kann. Die Höhle und das zugehörige Visitor Center/Museum liegen leider 3 km / 1.8 mi vom Campground entfernt und sind nur über die Strasse zu erreichen. Ich habe Glück, dass auch Mit-Camperin Libby an der Tour teilnimmt und mich auf dem Rückweg mitnimmt.
Ausser den caverns gibt es hier auch eine Quelle, wo man schwimmen könnte («Blue Hole») und einen hübschen Fluss zum Paddeln. Dieser entpuppt sich wegen umgestürzter Bäume und des aktuell tiefen Wasserspiegels eher ein Hindernisparcours und ich bin sehr vorsichtig, dass meine Plastikhülle keine nähere Bekanntschaft mit den teils spitzen Ästen macht, die oft knapp unter der Wasseroberfläche lauern. Die Flusslandschaft ist aber trotzdem sehr stimmungsvoll. Ausserdem hat es auf dem Campingplatz eine kleine Wiese mit zwei Fledermauskästen. Darauf versammeln sich am Abend alle Camper und gucken den Tierchen beim Ausfliegen zu. Die Menge ist natürlich kein Vergleich mit den Carlsbad Caverns, aber es ist doch erstaunlich, wie viele Fledermäuse in so einen kleinen Kasten passen. Und hier ist man dafür näher dran und kann sehen, wie sie durch die kleinen Ritzen klettern oder sich einfach unten herausfallen lassen.

Eine Nacht verbringen wir dann noch im netten Three Rivers SP am Ufer des Lake Seminole. Wir haben Glück und können schon kurz nach halb zwölf auf unsere Site, weil niemand drauf war. Ich hatte mich darauf gefreut, hier auch nochmals paddeln zu gehen, aber das Wetter hat sich inzwischen drastisch verschlechtert. Dunkle Wolken dräuen und es geht ein kalter Wind, so dass ich stattdessen lieber ein paar den Trails erkunde. Die Landschaft ist eher als karg zu bezeichnen und ebenfalls von Hurricane Michael gezeichnet, aber ich sehe immerhin viele schöne Schmetterlinge, Weisswedelhirsche und mein erstes Gürteltier! Die sind ja sooooo herzig!!!

Am nächsten Tag geht es zum am Golf von Mexico gelegenen Henderson Beach SP, der nicht allzu weit von Fort Walton Beach entfernt ist. Es ist auch schon Samstag und am Montag haben wir ja den Termin in der Werkstatt des Getriebehändlers. Wir hatten Glück und Ozy konnte – obwohl es Wochenende ist – gleich für 4 Nächte reservieren, so dass wir am Dienstag noch einen Ruhetag am Strand haben (dachten wir…). Leider ist es erst mal so richtig grusig: Es schüttet aus Kübeln und ist fies kalt. Wenn ich denke, dass ich vorgestern im Florida Caverns SP noch so richtig geschwitzt habe! Die Sonne lässt sich auch am nächsten Tag leider nur kurz blicken, aber es reicht gerade, um uns einen Eindruck der wunderschönen Emerald Coast zu vermitteln: blendend weisser Quarzsand und türkisblaues Meer. Wow!

Den Rest des Tages verbringen wir allerdings mit dem Kühlschrank. Als ich ihn wieder mal abtaue (dringend nötig gewesen…), bemerken wir, dass der Thermostat nicht mehr richtig arbeitet. Das auch noch! Zum Glück findet Ozy Ersatz (60 USD bei Panther RV Products), den er zu Geno’s schicken lassen kann. Inzwischen verbessert er in MacGyver-Manier die Luftführung, so dass es der Ventilator wenigstens leichter hat.

Am nächsten Morgen ist dann unser Termin bei SunCoast Performance. Leider ist es dann doch nicht ganz so, wie am Telefon versprochen: «Wir brauchen immer drei Tage». Na toll! Sie meinen aber, dass sie es vielleicht bis morgen Abend schaffen. 
Unsere Stimmung passt gerade zum Wetter draussen. Wir können heute nicht auf unserem (schon bezahlten) Platz im State Park übernachten, weil wir ja weder ein Auto noch ein Dach über dem Kopf haben. Wir packen also das Nötigste in eine Tasche und Sales Account Executive Alec, der sich auch sonst rührend um uns kümmert, fährt uns ins zum Glück recht nahe gelegene Holiday Inn Express Hotel – trotz des sonnigen Namens der Firma regnet es gerade in Strömen (die Suncoast von Florida liegt übrigens nicht hier, sondern in der Tampa Bay Area von Florida…). Vom freundlichen Herrn an der Rezeption bekommen wir ein Zimmer und nachdem wir unsere Lage geschildert haben, dürfen wir auch schon hinein, obwohl es noch Vormittag ist. Den Rest des Tages verbringen wir im Zimmer, denn abgesehen vom Wetter lädt auch die umgebende Industriezone lädt nicht gerade zum Flanieren ein. Am Abend kämpfen wir uns dann durch die Kälte zum nächsten Chili’s, wo wir gemütlich sitzen können und ein warmes und wärmendes Tex-Mex Znacht bekommen.

Am nächsten Morgen «frühstücken» wir (der ganze Lobbybereich wird gerade umgebaut und es gibt Tee und Kaffee und diverse Einzelportionen an Joghurt, Muffins etc. die man sich in eine Papiertüte packen kann. Danach checken wir so spät wie möglich im Hotel aus und beziehen Quartier in der Lobby von SunCoast. Ozy möchte zwar lieber Qualität statt Schnelligkeit, aber vielleicht schaffen sie es ja tatsächlich bis heute Abend.

Alle sind sehr nett und wir bekommen von Blake Carter, President of Sales & Marketing, eine Führung durch den Betrieb, die uns auch gebührend beeindruckt: SunCoast ist eine Spezialfirma mit 45 Angestellten, die qualitativ hochwertige Drehmomentwandler, Getriebebaugruppen und Ersatzteile anbietet. Sie haben ihr eigenes research & development team, arbeiten mit National Aluminum zusammen und haben eigene CNC-Maschinen im Einsatz, was ihnen die Kontrolle über die Herstellung ihrer Produkte von der Idee bis zur Fertigstellung ermöglicht. Es tönt alles super und wir sind zuversichtlich, dass alles gut kommt. Sie arbeiten fleissig an unserem Auto und am späteren Nachmittag ist es soweit und sie gehen auf Probefahrt. – Nur um festzustellen, dass beim neuen Getriebe mit dem Rückwärtsgang etwas nicht stimmt…

Unser Dihei geht zurück auf den Lift – und wir zum Hotel, wo wir wieder dasselbe Zimmer bekommen. Wir laden unser Gepäck ab und laufen im Regen zu einem Japanischen Restaurant. Das Kiku Hana ist sehr familiär, aber das Essen (und auch der Service) überzeugen uns nicht wirklich. Oh well.

Am nächsten Morgen wieder dasselbe Spiel: Im Zimmer frühstücken, auschecken und zu SunCoast laufen, wo wir uns in der Lobby häuslich niederlassen.
Heute wird hier der Betriebs-Thanksgiving abgehalten, inkl. der «Intergalactic Dessert Championship». Wir werden netterweise eingeladen, auch an der Feier teilzunehmen (wir wohnen ja sozusagen auch in ihrer Lobby…). Das Buffet findet in der halb freigeräumten Lagerhalle statt und ist enorm. Das Grillteam, angeführt von Blake, hat den Morgen über southern style smoked turkey und honey ham zubereitet und ein Catering Service steuert die restlichen Beilagen bei. Und auf der anderen Seite biegt sich ein Tisch unter mehr als 30 verschiedenen Desserts… Ich werde unter anderen als Jurorin für den Dessert-Wettbewerb auserkoren, was heisst, dass ich von Amtes wegen alle Desserts probieren muss… Uff! Alle sind köstlich und die Wahl fällt nicht leicht, aber meine drei Favoriten treffen auch den Geschmack der anderen und werden am Schluss als Sieger gekürt.
(Wir staunen allerdings etwas über das Vorgehen. Einerseits ist der Wettbewerb organisiert, mit Plakaten, vorgedruckten Nummern für die Desserts und Preisen für die ersten drei Ränge, andererseits völlig unorganisiert: die Juroren wurden während und nach dem Essen nach dem «Jekami»-Prinzip «everyone can participate» verpflichtet, hatten kaum oder gar keine Gelegenheit, die Desserts auch nach Aussehen zu beurteilen und einige kamen sogar erst dazu, nachdem gewisse Desserts schon aufgegessen waren. Auch bei der Preisverleihung waren die meisten schon weg. Irgendwie schade).

Uns hat die Einladung einerseits sehr gefreut – es war ein netter Anlass und das Essen und die Desserts super –, andererseits auch nicht: einerseits hat sich dadurch natürlich die Arbeit an unserem Auto verzögert und andererseits haben wir den Verdacht, dass es sich mit vollem Magen und im Zuckerdelirium nicht so gut arbeitet.
Leider bewahrheitet sich das dann: wir bekommen unser Auto am Abend zwar gerade noch vor Betriebsschluss und Ozy ist zunächst auch recht begeistert davon, wie das Getriebe schaltet (definitiv «härter» als das alte) und dass es den Wandler hält beim Abbremsen in den zweiten Gang, aber dann entdeckt er ein „Leistungsloch“ bei Dreiviertelgas… Wir hoffen, dass das ein einmaliges Ereignis war. Vielleicht muss es sich ja noch einlaufen? Wir beschliessen, statt direkt zum 170 km / 105 mi entfernten Florida Caverns SP zu fahren, eine etwas ausgedehntere (schliesslich rund 200 km lange) Probefahrt zu machen und tatsächlich kann Ozy den Fehler mehrmals wiederholen. Nachdem wir getankt haben, fahren wir wieder zurück zu SunCoast, wo wir uns auf den Parkplatz stellen und übernachten.

Sie staunen nicht schlecht, als sie uns am nächsten Morgen sehen… Ozy erklärt das Problem und geht mit einem der Mechaniker auf Probefahrt, worauf unser Dihei wieder in die Werkstatt kommt. Als wir in der Lobby sitzen, hören wir, wie der Angestellte an der Rezeption jemandem am Telefon von einem 10%-Thanksgiving Discount erzählt, der ab heute beginnt. Aha. Nach unserem Erlebnis braucht es nicht viel Überredung, dass wir den auch bekommen. Ausserdem statten sie uns gleich noch mit merchandise aus und wir verlassen SunCoast am Mittag mit einer grossen Tasche mit T-Shirts, Hoodies und Trinkbechern. Endgültig, wie wir hoffen.

 

Via Cumming nach Franklin

Dieses Mal scheint alles zu stimmen und Ozy ist zufrieden. Allerdings nur mit dem Getriebe selbst. Ihn trifft fast der Schlag, als er dann am Abend sieht, wie schlecht es eingebaut ist (verkrümmte Leitungen etc. und dann findet er noch raus, dass der falsche Filter eingebaut wurde). – Wenn man nicht alles selber macht… ☹️

Wir hoffen einfach, dass das Getriebe selbst jetzt wirklich in Ordnung ist.

Wir bleiben wieder zwei Nächte im Florida Caverns State Park. Die letzte, schon vorgebuchte Nacht hatten wir ja verpasst, so dass wir noch eine Nacht dazunehmen. Die Erholung haben wir nötig! Sobald wir die Küste verlassen haben, ist es auch wieder angenehm warm.
Nachdem wir bei SunCoast während dreienhalb Tagen buchstäblich herumgesessen sind, freue ich mich, wieder ein Stück gehen zu können, auch wenn die grössere Runde aufgrund der Jagd gesperrt ist. Auch die Fledermäuse fliegen wieder aus und am 2. Tag kommen Karl und Ulrike an, die wir auf Ocracoke kennengelernt hatten. Was für ein netter Zufall!

Nach unserem Florida-Ausflug dürfen wir nochmals drei Tage bei Geno’s Garage stehen. Einerseits haben wir mit Robin und Robert am Montag zum Abendessen abgemacht, andererseits möchte Ozy noch eine neue Wasserpumpe von Geno’s mitnehmen.

Wir gehen uns im Kino The Marvels angucken und erleben im Passador Brazilian Steakhouse in Alpharetta unsere erste Churrascaria. Dabei bezahlt man einen Pauschalpreis und bekommt zusätzlich zum Gedeck eine farbige Scheibe dazu. Anschliessend kann (oder könnte) man sich am Buffet mit vielen feinen Beilagen eindecken und dann – wartet man, bis einer der Passadores vorbeikommt und einem ein Stück Fleisch von einem riesigen Spiess abschneidet. Dabei gibt es 12 verschiedenen Fleischgerichte: verschiedene Stücke vom Rind, Lammkoteletts und Lammgigot, Würste, Schweinsrippli, Pouletschenkel und in Speck eingewickelte Pouletbrüstli sowie Jumbo-Shrimps. Wenn man eine Pause braucht, dreht man die Scheibe um, wenn man wieder Appetit hat, kommt die andere Seite obenauf und dann präsentiert der nächste Passador seinen Spiess. Wir kommen uns vor wie im Schlaraffenland! Alles ist sooo fein und wir bedauern geradezu, dass wir die Beilagen aus Platzgründen weitgehend auslassen müssen… Sehr voll rollen wir zu unserem Auto und stellen fest, dass nach so einem Essen nicht an Schlaf zu denken ist! Das liegt aber nicht in erster Linie an unseren übervollen Bäuchen, sondern daran, dass wir richtiggehend überdreht sind und so voller Energie, dass wir einfach nicht zur Ruhe kommen. So muss sich ein Pferd fühlen, dass zu viel Hafer gefressen hat… Wir taufen dieses Erlebnis «Meat-Flash»! Nach ein Uhr nachts kommen wir langsam wieder runter von unserem Protein-High und können dann doch noch schlafen.
Es war ein tolles Erlebnis und unglaublich gut, aber ich weiss nicht, ob ich so etwas wirklich nochmals wiederholen möchte…

Wir verbringen einen sehr schönen letzten Abend mir Robin und Robert (ich bekoche sie bei ihnen zuhause mit Kräuter-Pouletbrüstli aus dem Ofen) und verabschieden am nächsten Morgen von diesen lieben Menschen und ihren Mitarbeitern. Wir danken Euch allen und insbesondere Scott sehr für Eure grosse Unterstützung und die Mühe, die Ihr Euch für uns gegeben habt! Dank Euch haben wir innert nützlicher Frist ein neues Getriebe bekommen und einen neuen Turbo und sonst noch ein paar Teile. Ohne Euch wäre das so nicht möglich gewesen!

 

Besuch bei unseren Freunden Vicky und Steve in Franklin KY

Unser Abschiedsschmerz in Cumming wird ein klein wenig gelindert durch die Freude, heute Abend bei unseren Freunden Vicki und Steve zu sein. Sie waren so lieb und hatten uns wieder für Thanksgiving eingeladen, das in zwei Tagen stattfindet. Allerdings müssen wir uns das verdienen: Der Weg ist eine Mischung aus heftigen Niederschlägen, Nebel und sehr vielen Staus und Unfällen. Offenbar sind wir nicht die einzigen, die für Thanksgiving woanders hinfahren… Bei Chattanooga haben wir genug und weichen auf Nebenstrassen durch die Vororte und das Tal des Tennessee River aus. Bei Sonnenschein wäre es eine durchaus hübsche Strecke… 

Wir schaffen es dann doch noch Franklin, wo wir von unseren Freunden herzlich begrüsst werden. Nachdem sich Ozy einen ersten Überblick über die ganzen Amazon-Bestellungen verschafft hat (alle unsere Freunde haben zum Glück ein bisschen Stauraum, so dass wir ihre Adressen für Bestellungen benutzen dürfen und sie diese für uns aufbewahren), laden uns unsere Freunde ins mexikanische Restaurant El Potrero ein, wo es Ozy und Steve’s bevorzugte «Birdbath Margarita» gibt… Vicki und ich halten uns an die «normale» Grösse… 😉

Der nächste Tag und natürlich der Donnerstag sind von den Vorbereitungen fürs Thanksgiving Dinner geprägt. Vicki übertrifft sich wieder und macht einen sensationellen Truthahn inkl. Beilagen. Am Abend stossen Steves Bruder Roy mit seiner Frau Sylvia mit «Gummiball-Hund» Mollie zu uns, die einen wunderbaren Honigschinken und das Dessert bestehend aus Pecan und Pumpkin Pie mitbringen. Ich steuere einen farbigen Salat bei und dann feiern wir zusammen Thanksgiving. So schön!

Die Tage bis zu unserer Heimreise vergehen danach wie im Flug. Wir helfen Vicki und Steve mit den Weihnachtsdekorationen (ich darf sogar den Weihnachtsbaum schmücken!) und Ozy baut unsere neuen Mini-E-Bikes zusammen (winzig, klappbar und pro Stück nur rund 300 USD!) und montiert den Transportkorb und die Tasche, worin sie dann verstaut werden. Mit Steves Unterstützung ist er zudem fleissig am Verbessern und auch am Reparieren (bessere Kühlschrank-Lüftung, neue Spurstangen und die «hochwertigen» Abfluss-Anschlüsse vom Campingausstatter fangen auch an zu zerbröseln… 🤔), soweit es das Wetter und Lieferverzögerungen wegen Black Friday und Cyber Monday zulassen. Irgendwie scheint es wie verhext, denn immer taucht eine neue «Baustelle» auf. 
Derweil wasche und putze ich und bereite alles für die Heimreise vor. 
Dazwischen gehen wir natürlich immer wieder mal fein essen (u.a. 5 Chefs in Portland, TN, berühmt für ihre Torten 😋 oder Anna’s Greek Restaurant in Bowling Green, das in einer ehemaligen Kirche beheimatet ist) oder bekochen uns und unsere hart arbeitenden Männer gegenseitig. Am 1. Advent sorgt ein Besuch der  Weihnachtsbeleuchtung Lights on the Hill in Franklin für vorweihnachtliche Stimmung.

 

Schon ist der 5. Dezember da und Vicki und Steve bringen uns netterweise nach Nashville zum Flughafen. Die Flüge sind ruhig und schnell und auch das – knappe – Umsteigen in Newark klappt prima. In der Schweiz ist nach dem grossen Schneefall vom Wochenende noch alles mehr oder weniger weiss und wir freuen uns – neben der Zeit mit Freunden und Familie – schon jetzt auf die Baja…

 

Zunächst wünschen wir aber natürlich allen Frohe Weihnachten und ein gutes 2024!

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